Glossar
Wichtige Begriffe aus der Raumordnungsunterlage erklären wir hier möglichst einfach. Fehlt ein wichtiger Begriff? Schreiben Sie uns gerne!
A
Der Begriff Altlast bezeichnet im Umweltschutz und der Raumplanung eine Fläche, die aufgrund früherer Nutzung gesundheits- oder umweltschädliche Veränderungen des Bodens oder des Grundwassers aufweist.
Als Ausgleichsflächen oder Kompensationsflächen werden die Flächen bezeichnet, die im Sinne der naturschutzrechtlichen Regelungen als Ausgleich für nicht vermeidbare Eingriffe eines Projektes vorgehalten werden müssen. Der Ausgleichsbedarf wird nach der Bayerischen Kompensationsverordnung gerechnet und im Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) festgehalten. Der LBP wird Bestandteil der Planfeststellungsunterlagen. Je nachdem, welcher Eingriff durch eine Fläche ausgeglichen werden soll, können die Flächen sehr unterschiedliche Funktionen haben. Beispielsweise sind Aufforstungen möglich oder auch die Schaffung neuer Lebensräume für bestimmte Arten wie z.B. Habitate für Zauneidechsen.
In der Außenreinigungsanlage wird der Zug von Außen gewaschen. Die Anlage funktioniert so ähnlich wie eine Autowaschanlage.
B
Als Bannwald werden Waldstücke bezeichnet, die gemäß Art. 11 Bayerisches Waldgesetz (BayWaldG) als erhaltenswert ausgewiesen wurden. Für solche Waldgebiete gelten besondere Regeln beispielsweise bei einem Eingriff in den Wald. Sie sollen in ihrer Flächensubstanz erhalten werden, u.a. da sie für das Klima, den Wasserhaushalt oder die Luftreinigung eine besondere Bedeutung besitzen.
Von der betriebsnahen Instandhaltung (auch leichte Instandhaltung) spricht man bei allen routinemäßigen Arbeiten an einem Zug. Die betriebsnahe Instandhaltung stellt die tägliche Einsetzbarkeit eines Fahrzeuges sicher und umfasst unter anderem die Störungsbeseitigung und das Auffüllen von Betriebsstoffen. Sie erfolgt in der Regel am oder in der räumlichen Nähe des Start-/Zielbahnhofes des Fahrzeuges, um längere Überführungsfahrten zu vermeiden. (Quelle: Bericht der Bundesnetzagentur zur Segmentierung der Märkte für Wartungseinrichtungen für Eisenbahnen)
Von ihr unterschieden wird die sogenannte schwere Instandhaltung.
Der Bewertungsraum bezeichnet den Bereich eines Standortes, der im Raumordnungsverfahren bewertet werden soll. Der Bewertungsraum ist deutlich größer als der tatsächlich für das Werk benötigte Bereich. Das ist erforderlich, um ein Mindestmaß an Flexibilität in den weiteren Planungsphasen zu ermöglichen. Die beabsichtige Anordnung des Werks innerhalb des Bewertungsraumes wird in den Karten dargestellt. Bei der konkreten Werksplanungen können jedoch Verschiebungen innerhalb des Bewertungsraumes erforderlich werden, beispielsweise aufgrund des Baugrundes oder durch die Topographie. Der Begriff Bewertungsraum kommt im Teil A der Raumordnungsunterlagen zum Einsatz. Im Teil B hingegen werden die größeren Untersuchungsräume verwendet.
Das Bundes-Immissionsschutzgesetz ("Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge", BImSchG) soll Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorbeugen sowie schädliche Umwelteinwirkungen durch Emissionen in Luft, Wasser und Boden vermeiden und vermindern (§ 1 BImschG). Es bildet damit die rechtliche Grundlage u.a. für Schall- oder Erschütterungsschutz. Das BImSchG gibt keine konkreten Grenzwerte vor. Die Grenzwerte sowie Details zur Berechnung oder Beurteilung von Immissionen werden daher in verschiedenen Verwaltungsvorschriften wie der 16. BImSchV oder der TA Lärm geregelt.
Die 16. Bundes-Immissionsschutzverordnung (16. BImSchV) wird auch als Verkehrslärmschutzverordnung bezeichnet. Sie definiert unter anderem Immissionsgrenzwerte zum Schutz vor Verkehrslärm. Bei den Grenzwerten wird unterschieden, welche Gebiete (z.B. Wohngebiete oder Gewerbegebiete) betroffen sind. Beim ICE-Werk kommt die 16. BImSchV für fahrende Züge zur Anwendung. Die TA Lärm hingegen ist maßgeblich für stehende Züge, die behandelt werden oder für die Geräusche der Anlagen.
C
CEF steht für "continuous ecological functionality-measures" und bedeutet in etwa "Maßnahmen für die dauerhafte ökologische Funktion". CEF-Maßnahmen sind zeitlich vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, das heißt, dass ihre Wirksamkeit zum Zeitpunkt des Eingriffs besteht. Sie können im Zusammenhang mit der Sicherstellung der ökologischen Funktionen betroffener Fortpflanzungs- und Ruhestätten festgesetzt werden, um das Eintreten von Verbotstatbeständen zu verhindern. CEF-Maßnahmen sollen die Lebensstätte für eine betroffene Population in Qualität und Quantität erhalten. Die Maßnahme soll dabei einen unmittelbaren räumlichen Bezug zum betroffenen Habitat haben und angrenzend neue Lebensräume schaffen, die in direkter funktionaler Beziehung mit dem Ursprungshabitat stehen. Die Notwendigkeit an CEF-Maßnahmen wird im Rahmen des Artenschutzfachbeitrages ermittelt und festgelegt. CEF-Maßnahmen und vergleichbare Maßnahmen können ggf. als Kompensationsmaßnahmen nach der Eingriffsregelung angerechnet werden.
D
Der Deutschlandtakt (auch D-Takt) bezeichnet ein Konzept für einen deutschlandweit abgestimmten Taktfahrplan. Auf Grundlage des Deutschlandtakts soll ein Zielfahrplan aufgestellt werden und Neubaustrecken und andere Infrastrukturmaßnahmen umgesetzt werden. Die Einführung eines Deutschlandtaktes ist bereits seit mehr als zehn Jahren erklärtes Ziel der deutschen Bundesregierung. Auch im kürzlich geschlossenen Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP ist er als elementares Ziel der Verkehrspolitik verankert. Der Deutschlandtakt soll in der angestrebten Verkehrswende die Weichen stellen hin zu einer klimafreundlichen Mobilität. Mehr erfahren
Beim digitalen Eingangscheck durchfährt der Zug ein Kameraportal und wird mit moderner Kameratechnik gescannt. Die Aufnahmen werden mit Hilfe Künstlicher Intelligenz ausgewertet. So sind wichtige Infos zum Zug schon bei Einfahrt in die Werkshalle verfügbar. Zum Digitalen Eingangscheck gehört auch eine Unterflurlichtmesseinrichtung zur Radsatzdiagnose.
Das Dimensionsmodell stellt einen ungefähren Umriss des späteren Werksgeländes dar. Es bildet sowohl die Größenordnung als auch die ungefähre Lage der Anlagen des zukünftigen Werkes ab. Es wird in vielen Karten innerhalb des Bewertungsraums dargestellt.
E
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist eine deutsche Bundesoberbehörde. Das EBA unterliegt der Aufsicht und den Weisungen des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Das EBA ist in Deutschland die zuständige Eisenbahnaufsichtsbehörde bzw. Aufsichts- und Genehmigungsbehörde.
Als Emission wird ein Störfaktor verstanden, der z. B. durch eine menschliche Aktivität an die Umgebung abgegeben wird. Im Gegensatz dazu wird als Immission das Einwirken eines Störfaktors auf die Umwelt oder auf einen Menschen verstanden. Am Beispiel Schall: Die Lärmemission bezeichnet den Ausstoß von Schall, die Lärmimmission die Einwirkung des Schalls auf den Menschen.
F
Ein FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat-Gebiet) steht gemäß der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) unter besonderem Schutz. FFH-Gebiete bilden gemeinsam mit den Europäischen Vogelschutzgebieten das Netzwerk Natura 2000. In FFH-Gebieten gelten besonders strenge Regeln, beispielsweise bei erheblichen Beeinträchtigungen.
Der Flächennutzungsplan (FNP) ist ein Instrument der räumlichen Planung, in dem die beabsichtigte städtebauliche Entwicklung einer Gemeinde festgehalten wird. Er wird durch die jeweilige Kommune aufgestellt. Die im Flächennutzungsplan formulierten Nutzungen werden durch Bebauungspläne für Teilbereiche des Gemeindegebietes konkretisiert und rechtsverbindlich festgesetzt.
I
Als Immission wird das Einwirken eines Störfaktors auf die Umwelt oder auf einen Menschen bezeichnet. Im Gegensatz dazu wird als Emission ein Störfaktor verstanden, der z.B. durch eine menschliche Aktivität an die Umgebung abgegeben wird. Am Beispiel Schall: Die Lärmemission bezeichnet den Ausstoß von Schall, die Lärmimmission die Einwirkung des Schalls auf den Menschen.
Die Innenreinigungsanlage ermöglicht die Reinigung des Zuginneren. Dazu sind Bahnsteige erforderlich, damit die Mitarbeitenden mit der entsprechenden Ausrüstung in die Züge gelangen. Zudem sind Anlagen für die Entnahme von Schmutzwasser und dem Nachfüllen von Frischwasser nötig.
Als Instandhaltungsstufen werden bestimmte Tätigkeiten zusammengefasst, die in festen wiederkehrenden Zyklen durchgeführt werden, abhängig von der Baureihe des Zugs, der zurückgelegten Strecke sowie dem Alter des Zugs. Zu den Arbeitsinhalten können beispielsweise die Nachschau, Kontrolle, Entstörung oder Nachjustierung von technischen Baugruppen der Züge gehören. Die Durchführung der Instandhaltungsstufen dient der Sicherheit des Zugverkehrs.
L
Die Landesentwicklungspläne (LEP) sind das wichtigste Instrument der Raumplanung auf Ebene der Bundesländer. Die Pläne enthalten meist eine Mischung aus konkretisierten Zielsetzungen, raumbezogenen Planfestlegungen und allgemeinen Richtlinien für die weiteren Planungen im jeweiligen Bundesland. In Bayern gilt derzeit das Landesentwicklungsprogramm Bayern aus dem Jahr 2020, aufgestellt durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Das Landesentwicklungsprogramm Bayern (kurz: LEP) ist das fachübergreifende Zukunftskonzept der Bayerischen Staatsregierung für die räumliche Ordnung und Entwicklung Bayerns. Darin werden landesweit raumbedeutsame Festlegungen (Ziele und Grundsätze) getroffen. (Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie)
Die Landesplanerische Beurteilung ist das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens. Sie wird von der jeweiligen Bezirksregierung erstellt und enthält die wichtigsten Aspekte und Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens. Im Falle des ICE-Werks wird sie für jeden eingereichten Standort eine Einstufung als raumverträglich, raumverträglich unter Auflagen oder nicht raumverträglich angeben. Zudem begründet sie diese Einstufung und fasst den Verfahrensverlauf zusammen. Eine Reihenfolge oder ein Ranking von Standorten wird dabei nicht vorgenommen. Die Landesplanerische Beurteilung wird durch die Bezirksregierung veröffentlicht.
Ein Landschaftsschutzgebiet (LSG) ist ein geschütztes Gebiet gemäß Naturschutzrecht. Im Vergleich zu Naturschutzgebieten zielen Landschaftsschutzgebiete auf das allgemeine Erscheinungsbild der Landschaft, das heißt den Schutz von Natur und Landschaft zur Erhaltung, Entwicklung oder Wiederherstellung des Naturhaushaltes. Sie sind dadurch oft großflächiger angelegt, der Schutzstatus ist hingegen geringer. In Bayern ist beispielsweise rund ein Drittel der Fläche als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.
M
Als Makrofon (auch Hupe oder Pfeife) wird eine Einrichtung an Zügen verstanden, mit der ein lauter Warnton mit fester Frequenz erzeugt werden kann.
N
Als Nachtstilllage wird die Zeit bezeichnet, in der ein Zug i.d.R. nachts Pause von den regulären Fahrgasteinsätzen hat. In dieser Zeit zwischen dem Einsatzende am jeweiligen Bahnhof und dem Einsatzbeginn am nächsten Morgen muss die Instandhaltung, Reparatur und Reinigung der Züge erfolgen.
Natura 2000 ist ein zusammenhängendes ökologisches Netz von Schutzgebieten (FFH-Gebiete und Vogelschutzgebiete) innerhalb der Europäischen Union, das seit 1992 nach den Maßgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG) errichtet wird. Sein Zweck ist der länderübergreifende Schutz gefährdeter wildlebender heimischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer natürlichen Lebensräume. In das Schutzgebietsnetz werden auch die gemäß der Vogelschutzrichtlinie (Richtlinie 2009/147/EG) ausgewiesenen Gebiete integriert.
Ein Naturschutzgebiet (NG) ist ein Gebiet, das gemäß § 23 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützt ist. Das Naturschutzgebiet gehört in Deutschland zu den sehr streng geschützten Flächen. In Bayern ist beispielsweise rund 2 Prozent der Fläche als Naturschutzgebiet ausgewiesen.
In einem Netztestat wird die Auslastung bzw. Nutzbarkeit eines Netzes (in diesem Fall von Bahnstrecken) durch den Netzbetreiber bestätigt.
P
Das Planfeststellungsverfahren (PFV) ist ein Verwaltungsverfahren, durch das für bestimmte Bauvorhaben eine Baugenehmigung erteilt wird. Für das Planfeststellungsverfahren reicht der Vorhabensträger (in diesem Fall die DB Fernverkehr AG) umfangreiche Planungs- und Genehmigungsunterlagen bei der zuständigen Behörde (in diesem Fall das Eisenbahnbundesamt) ein. Das Verfahren sieht auch eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor.
R
Die Raumordnung verfolgt das Ziel einer nachhaltigen Raumentwicklung, also einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch sinnvollen Nutzung des vorhandenen Raumes. Um auch über die Grenzen von Kommunen oder Ländern hinweg eine zielführende Planung und Ordnung des Raums zu ermöglichen, gibt es verschiedene Ebenen der Raumordnung. So werden auf Ebene der Länder insbesondere die Landesentwicklungspläne aufgestellt, auf Ebene der Regierungsbezirke bzw. Regionen die Regionalpläne und auf kommunaler Ebene die Flächennutzungspläne bzw. Bebauungspläne.
Ein Raumordnungsverfahren (ROV) soll die Übereinstimmung eines konkreten Vorhabens mit den Zielen und Grundsätzen der Raumplanung zu überprüfen. Es verbindet ökonomische, ökologische, kulturelle und auch soziale Aspekte. Das ROV soll für das Projekt Planungssicherheit, eine Optimierung des Vorhabens auf Basis einer breit angelegten Beteiligung und in der Öffentlichkeit Akzeptanz für das Vorhaben schaffen. Es bildet eine Informations- und Beurteilungsbasis für nachfolgende Zulassungsverfahren. Gesetzlich geregelt ist das Verfahren und sein Ablauf im Raumordnungsgesetz (ROG). Durchgeführt wird es in Bayern von der jeweiligen Bezirksregierung. Das Verfahren dauert i.d.R. sechs Monate. Die Unterlagen werden öffentlich ausgelegt und die Öffentlichkeit kann sich mit Stellungnahmen beteiligen. Es schließt ab mit einer Landesplanerischen Beurteilung.
Die Raumverträglichkeit gibt an, ob bzw. wie sehr ein Projekt oder Vorhaben verträglich ist bezüglich der voraussichtlichen Auswirkungen u.a. auf die Natur, die Orte, die Wirtschaft oder die Erholung. Bei der Bewertung der Raumverträglichkeit spielt es eine große Rolle, inwiefern die Ziele der sogenannten Raumplanung sowie die geltenden gesetzlichen Bestimmungen mit dem Vorhaben vereinbar sind. In der Landesplanerischen Beurteilung kann ein Vorhaben als raumverträglich, als raumverträglich unter bestimmten Auflagen oder als nicht raumverträglich eingestuft werden.
Die Regionalpläne (REP) sind das wichtigste Instrument der Raumplanung auf Ebene der Regierungsbezirke bzw. Regionen. Sie bilden damit eine Zwischenebene zwischen der Landesentwicklung des Bundeslandes und der kommunalen Gemeindeentwicklung. Gewissermaßen konkretisieren die Regionalpläne die Festlegungen der Landesentwicklungsplanung. Im Raum Nürnberg greift der Regionalplan 7 (Region Nürnberg).
S
Als Schutzgut wird alles verstanden, was aufgrund seines ideellen oder materiellen Wertes vor einem Schaden bewahrt werden soll. Zu den Schutzgütern, die im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung bewertet werden (gemäß Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung, UVPG) zählen beispielsweise unter anderem Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, sowie kulturelles Erbe.
Als Schienenpersonenfernverkehr (SPNV) wird die Beförderung von Reisenden über längere Distanzen in Schienenfahrzeugen verstanden. Als Größenordnung kann in Deutschland für den Fernverkehr von einer Reise über mehr als 50 Kilometer und einer Reisedauer von mindestens einer Stunde ausgegangen werden. Der größte Anbieter im Bereich des SPFV in Deutschland ist die DB Fernverkehr AG. Sie betreibt in Deutschland die Zuggattungen Intercity-Express (ICE), Intercity (IC) und Eurocity (EC).
Als schwere Instandhaltung werden die Arbeiten am Fahrzeug bezeichnet, die nicht routinemäßig durchgeführt werden und für die das Fahrzeug aus dem Betrieb genommen werden muss. "Die schwere Instandhaltung zielt [...] darauf ab, Fahrzeuge nach einem längeren Einsatzzeitraum auf ihren technischen Zustand hin zu prüfen und den sicheren Weiterbetrieb zu ermöglichen. Dabei können auch größere Reparaturen und Umbauten vorgenommen und beispielsweise Unfallschäden beseitigt werden. Sie umfasst beispielsweise die Hauptuntersuchungen [...] im Abstand von sechs bis acht Jahren." (Quelle: Bericht der Bundesnetzagentur zur Segmentierung der Märkte für Wartungseinrichtungen für Eisenbahnen)
Von ihr unterschieden wird die sogenannte leichte oder betriebsnahe Instandhaltung.
Gemäß der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union werden die SPA-Gebiete (Special Protection Area = besonderes Schutzgebiet) als besonders schützenswert ausgewiesen. Sie werden auch als EU-Vogelschutzgebiete bezeichnet. Die Vogelschutzgebiete dienen der Erhaltung der wildlebenden, im europäischen Gebiet ihrer Mitgliedsstaaten heimischen Vogelarten. Mit dieser Richtlinie haben sich die Mitgliedstaaten der EU (damals EWG) zur Einschränkung und Kontrolle der Jagd ebenso wie zur Verwaltung von Vogelschutzgebieten als eine wesentliche Maßnahme zur Erhaltung, Wiederherstellung bzw. Neuschaffung der Lebensräume seltener oder bedrohter europäischer Vogelarten verpflichtet. Gemeinsam mit den FFH-Gebieten bilden die EU-Vogelschutzgebiete das Netzwerk Natura 2000.
Starke Schiene ist der Name der aktuellen Dachstrategie der Deutschen Bahn. Zentrale Ziele sind eine Verdopplung der Fahrgäste im Fernverkehr auf 260 Mio. und eine Steigerung der Verkehrsleistung im Güterverkehr um 25 Prozent. Mehr erfahren
T
Die TA Lärm ("Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm") ist eine Verwaltungsvorschrift, die dem Schutz der Allgemeinheit und der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Geräusche dient. Zur Anwendung kommt die TA Lärm bei Gewerbe- und Industrieanlagen. Sie ist hingegen nicht anzuwenden bei Immissionen durch Schienenverkehr, da hier die 16. BImSchV greift. Vereinfacht gesagt kommt beim ICE-Werk die TA Lärm für Züge zur Anwendung, die behandelt werden oder für die Geräusche der Anlagen. Die 16. BImSchV hingegen ist maßgeblich für fahrende Züge.
Als TrainPort wird ein Werksbereich bezeichnet, in dem bestimmte Spezialtätigkeiten ausgeführt werden können, wie z.B. Graffitientfernung, Tausch von Zugscheiben, spezielle Fälle zur Entstörung, Reinigung von Klimageräten/Wärmetauschern, Aufrüstung, andere spezielle Reinigungsarbeiten, Beseitigung von Schäden durch Wild- oder Personenunfälle.
U
Als Überwerfungsbauwerk wird eine Brücke, ein Tunnel oder ein anderes Bauwerk bezeichnet, das der höhenfreien Kreuzung zweier sich überschneidender Verkehrswege dient. Höhenfrei meint, dass die Nutzer beider Verkehrswege sich nicht auf gleicher Höhe begegnen, sondern auf separaten Ebenen verlaufen.
Durch die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) sollen umweltrelevante Vorhaben auf mögliche Umweltauswirkungen der verschiedenen Schutzgüter hin überprüft werden. Die Pflicht zur Umweltverträglichkeitsprüfung leitet sich aus dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) ab. Die Pflicht für eine UVP besteht, wenn das Neuvorhaben erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen haben kann.
Die Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) ist ein Bestandteil der erforderlichen Umweltverträglichkeitsprüfung. Die Umweltverträglichkeitsstudie befasst sich gemäß der gesetzlichen Regelungen mit folgenden potenziell durch das jeweilige Vorhaben betroffenen Schutzgütern: Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkung zwischen den vorgenannten Schutzgütern.
Die Unterflurlichtmesseinrichtung (ULM, auch Unterflurradsatzdiagnoseanlage genannt) dient der Radsatzdiagnose. Der Zug fährt über die Unterflurlichtmesseinrichtung. Dabei können die Radsätze bezüglich Profil, Rundlauf oder Schadstellen untersucht werden.
An der Unterflurradsatzdrehmaschine (URD) können die Radsätze eines Zugs reprofiliert werden. Durch die spezielle Technik müssen die Radsätze dabei nicht aufwändig aus dem Zug ausgebaut werden, sondern können im eingebauten Zustand bearbeitet werden.
Der Untersuchungsraum bezeichnet den Bereich eines Standortes, der im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen für das Raumordnungsverfahren betrachtet wurde. In diesem Bereich wurden also beispielsweise Umweltkartierungen vorgenommen. Der Untersuchungsraum bezeichnet die im Teil B der Raumordnungsunterlagen verwendeten Bereiche. Im Gegensatz dazu wurden die Bereiche im Teil A deutlich verkleinert und werden dort als Bewertungsraum bezeichnet.
V
Gemäß der Vogelschutzrichtlinie der Europäischen Union werden die EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen und unter Schutz gestellt. Die Vogelschutzgebiete dienen der Erhaltung der wildlebenden, im europäischen Gebiet ihrer Mitgliedsstaaten heimischen Vogelarten. Mit dieser Richtlinie haben sich die Mitgliedstaaten der EU (damals EWG) zur Einschränkung und Kontrolle der Jagd ebenso wie zur Verwaltung von Vogelschutzgebieten als eine wesentliche Maßnahme zur Erhaltung, Wiederherstellung bzw. Neuschaffung der Lebensräume seltener oder bedrohter europäischer Vogelarten verpflichtet. Gemeinsam mit den FFH-Gebieten bilden die EU-Vogelschutzgebiete das Netzwerk Natura 2000. Die EU-Vogelschutzgebiete werden auch als SPA-Gebiete bezeichnet (Special Protection Area = besonderes Schutzgebiet).